Allgemein Schüler und Studenten

So spart Potsdam an Studenten

Potsdam bleibt bei ihrem Sparkurs und die weiteren Sparpläne der Stadt beziehen sich auf das Begrüßungsgeld, welches für bis zu 2.400 Potsdamer gestrichen werden soll, was bedeutet: kein Bonus mehr für Studenten. Ab dem folgenden Wintersemester soll das Begrüßungsgeld für Studierende, welche nach Potsdam ziehen, nicht mehr gezahlt werden – dies soll, lt. des Antrags der Sozialamtes am 6. März durch die Stadtverordneten entschieden werden. Grund dafür ist eine Einsparung von 240.000 Euro pro Jahr. Bisher war es Studenten möglich, pro Semester einen Zuschuss von 50 Euro auf Antrag durch das Studentenwerk zu erhalten, wenn diese ihren Hauptwohnsitz nach Potsdam verlegten, was auch etwa 1.800 von 2.400 Studenten pro Jahr getan haben. Aktuell studieren derzeit mehr als 25.000 Studenten an der Universität sowie auch an der Fach- und an der Filmhochschule.

Auch wenn von diesen Zahlen auszugehen sei, argumentiert die Stadt Potsdam, wäre nicht eindeutig zu sagen, ob der Bonus von 50 Euro tatsächlich Grund dafür sei, dass Studenten sich Potsdam ebenso auch als Wohnort auswählen. Darüber hinaus hätten sich auch die Bedingungen innerhalb der zurückliegenden 10 Jahre stark verändert. Als das Begrüßungsgeld eingeführt wurde, hatte Potsdam nur noch etwa 130. 000 Einwohner, so dass durch den Bonus ein entsprechender Anreiz geschaffen werden sollte, durch die Studenten die Schlüsselzuweisungen des Landes zu erhöhen, welche entsprechend jede Kommune abhängig von der Einwohnerzahl erhält. Ebenso wie Potsdam hatten auch die Städte Zwickau, Kaiserslautern und Salzgitter die Begrüßungsgelder eingestellt, wobei Potsdam allerdings einen gewissen Widerstand durch die Studenten erwartet. Die Stadtverwaltung schlägt diesbezüglich vor, dass als Alternative ein Gutschein- oder Bonussystem für alle Studierenden in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen eingeführt werden soll, so dass der Standort weiterhin eine gewisse Attraktivität aufweist.

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